Beste Freunde! Es hat zoom gemacht…

Diese Einsicht muss ich einfach mit euch teilen, weil sie mir vorgestern beinahe den „Vogel rausgehauen“ hat und dabei ist es ein so einfacher Gedanke! Den Gedanken selbst GEDACHT habe ich schon unzählige Male, aber ich stelle in letzter Zeit immer häufiger fest, dass es einen Unterschied zwischen logischem Verstehen und dem gefühlten Verstehen gibt.

Erst wenn ich plötzlich zu dem Gehörten/Verstandenen etwas FÜHLE durchdringt es mich und ich bin bereit es zu verändern, anzunehmen, zu wirklich zu verstehen – es schlichtweg einen Teil von mir werden zu lassen. So ist es nicht verwunderlich, dass manche Menschen eine Botschaft hunderte oder tausende Male hören müssen um sie zu „verstehen“. Das Herz bzw. der Körper versteht einfach anders als der Verstand.

Was habe ich gehört und verstanden?

Zum millionsten Mal (und ich glaube nicht, dass das eine Übertreibung ist) habe ich vorgestern gehört, dass ich mir selbst mein bester Freund sein sollte – und plötzlich hat es mich durchzuckt!!!

Ich hätte mir schon lange die Freundschaft gekündigt,

wenn ich nicht mit mir leben würde, sondern mein innerer Schweinehund, mein Selbstsaboteur oder meine Gedanken bzw. das, was ich innerlich oft zu mir sage eine andere Person und nicht ICH selbst wäre.

Das hört jetzt auf!!!

Ich habe um mich herum tolle Menschen gefunden, lege Wert auf Wertschätzung und Ehrlichkeit und dann betrüge und belüge ich mich selbst, beschimpfe mich laufend und alles was ich tue ist nicht gut genug, schnell genug, langsam genug, hoch genug – schlichtweg: NICHT GENUG!

Selbstsabotage zerstört alles andere, denn ich bin die einzige die jede Sekunde des Tages mit mir zusammen ist und mich unterstützt oder eben auch nicht.

Meine armen Freunde da draußen, die sich stets bemühen mich aufzubauen, mir Mut zu machen, mich aufzuheitern … nicht nur, dass ich IHRE Arbeit zerstöre, sondern ich verachte Sie auch noch indem ich gegen Sie arbeite, wo ich mir sie doch ausgesucht habe!

Jetzt ist es Zeit, dass sich endlich das richtigere Ende anpasst. ICH.

Was erwarte ich eigentlich von mir?

Wenn ich eine Person treffe die sich bemüht eine Fremdsprache zu lernen lache ich diese aus und beschimpfe sie, dass sie ein Wort nicht weiß? Zu dumm ist zu lernen? Was tue ich jedoch mit mir? Ich habe ein Wort jetzt schon 3 mal vergessen und kann es mir nicht merken – also sagt meine innere Stimme: „Mensch bist du bescheuert, das solltest du doch jetzt langsam wissen!“  Und diese innere Stimme schafft es auch noch dass ich das glaube. Statt ihr entgegen zu setzen: „hey, dafür habe ich 4 andere Worte auf ANHIEB verstanden und behalten“ gebe ich der Stimme Recht und glaube auch noch sie würde es gut mit mir meinen und mich zu Höherem antreiben wollen.

SO EIN QUATSCH.

Was wird wohl ein Sprachschüler tun, den ich so behandle? Er sucht sich flink einen neuen Lehrer. Ein Kind, das Laufen lernt wird auch eher sitzen bleiben und auf weitere Gehversuche verzichten statt noch einmal Beschimpfungen über sich ergehen zu lassen und plötzlich wird lernen zur Qual oder zumindest sehr sehr mühsam.

Ab jetzt stelle ich mir einfach vor was ich zu meiner besten Freundin sagen würde oder was ich von Ihr erwarten würde und wenn meine große innere Stimme mal wieder vorbeischaut um mich so richtig nieder zu machen, stelle ich mich ihr gedanklich in den Weg und sage: „ich weiß du willst mir nur helfen aber so wird das mit uns nichts!“

1000 Mal gehört – 1000 Mal ist nicht passiert ….

Sicherlich hast du die Idee mit der besten inneren Freundin/dem besten inneren Freund schon 1000 Mal gehört oder gedacht und es hat sich nichts verändert. Vielleicht wirst du es noch einige Male hören, aber ich schreibe es dennoch, oder gerade DESHALB, denn es kommt der Tag, da hörst du es, liest es oder denkst es noch ein weiters Mal und plötzlich verstehst du es mit deinem Herzen.

Und es hat ZOOOM gemacht ….

Was sagst Du?