Comparison Hangover – müde vom Vergleichen

Wir vergleichen ständig! Eigentlich liegt das auch in der Natur der Dinge. Wenn wir sagen, dass draußen schönes Wetter ist, müssen wir ja auch wissen, wie schlechtes Wetter aussieht, um diese Aussage treffen und einen Zustand beurteilen zu können. Unsere Welt bzw. unsere Wahrnehmung setzt sich nun mal aus Gegensätzen zusammen. Unser Leben ist Dualität.
Das ist weder gut noch schlecht sondern das IST so. Vergleiche zu ziehen ist also generell nichts Schlechtes. Wann wird’s gefährlich?

Vergleichszwang

Nur wenn das Vergleichen zu einem Zwang wird, man sich damit selbst abwertet, handlungsunfähig wird und man dabei an Lebensqualität einbüßt, sollte man sich vielleicht über diese Angewohnheit und die Intensität des Vergleichens Gedanken machen.

Vergleichen – beruflich

Der Kollege hat höheres Gehalt für die gleiche Arbeit? Deine Freunde verdienen mehr Geld oder haben mehr Spaß bei der Arbeit? Mehr Urlaub und generell hat man manchmal das Gefühl beruflich die absolute Arschkarte gezogen zu haben? STOP!

Vielleicht (sogar sehr wahrscheinlich) denken das viele deiner Freunde und Bekannten von dir und deinem Job auch! Vergleichen ist ja schön und gut, aber nur soweit es dir auch etwas bringt. Wenn du also tatsächlich unzufrieden bist, weil dein Gehalt deiner Leistung nicht entspricht und du das durch den Vergleich mit anderen Personen feststellst >> ändere etwas! Du hast keinen Spaß bei der Arbeit? Tu‘ was!
Wenn du jedoch deine Arbeit prinzipiell gerne machst, mit deinem Gehalt zufrieden bist und auch deinen Urlaub genießen kannst, hör‘ auf ständig nach Menschen mit mehr Geld und Urlaub (etc.) zu suchen – die gibt es immer und wird es immer geben!

Das ist aber noch die harmlose Vergleichsvariante!

Viel zermürbender ist der „ICH BIN DOOF UND KANN NICHTS WIRKLICH GUT“ Vergleichsmodus!
Scheinbar haben alle um einen herum, wenn man sich selbst in diesem Modus befindet, ein Talent, bessere Ideen, mehr Glück, das passendere Alter oder sonstige Vorteile die einem selbst nicht zugänglich sind!

Beispiel:

Man nehme eine Person mit einer tollen Idee. Diese Person will sich mit dieser Idee selbständig machen! Voller Motivation stürzt sie sich in die Vorbereitungen. Auch die Freunde sind begeistert und regelrechte Euphorie macht sich breit bis: sich die Person auf die Suche begibt! Auf die Suche nach KONKURRENZ!

Es gibt kaum etwas, das es nicht gibt

Apple hat weder den ersten Computer erfunden, noch das Mobiltelefon und trotzdem ist die Firma doch „recht erfolgreich“ geworden, oder?
Stell dir vor Steve Jobs hätte gesagt: „Mist, Computer gibt es schon, dann lass ich das wohl besser.“  Du muss nicht der Beste, die Beste oder BESSER sein als, sondern einen Mehrwert liefern, individuell sein und deine eigene Note einbringen. Jeder hat eine Idee etwas auf eine andere Art und Weise zu präsentieren, zu designen oder oder oder … und jeder spricht unterschiedliche Menschen damit an.

Du bist das Zentrum des Geschehens!

Konkurrenz ist ein großes Lernfeld, sollte jedoch nicht demotivieren oder gar zur Aufgabe der eigenen Ziele, Wünsche und Träume beitragen.
Wir sind individuell, jeder einzelne und daher sind auch unsere Bedürfnisse, Wünsche, Ideen und Ausführungen selbiger stets individuell.
Es ist sicherlich gut kritisch zu sein und sich an anderen und deren Ideen zu orientieren, nein halt anders: INSPIRIEREN zu lassen!
Das ist es: Nutze Vergleiche dazu, dich zur Weiterentwicklung und Verbesserung inspirieren zu lassen!

Vergleich – privat

Schöner, reicher, klüger … was bringt das? Dümmer, hässlicher, ärmer? >> Bringt, wenn überhaupt, auch nur kurzfristig eine Aufwertung des eigenen Lebens!
Besser, schöner, hässlicher, reicher, ärmer … all diese Gegensätze und das Vergleichen generell ist IMMER subjektiv.
Warum also nicht subjektiv eine grundlegende Selbstzufriedenheit an den Tag legen?

Handeln wie auf dem Basar

Ich habe mir eine kleine Strategie zum Vergleichs-Stop angeeignet. Wenn ich z.B. im Urlaub auf einen Markt gehe und weiß, hier ist es üblich zu handeln überlege ich mir vorher was ich haben möchte und was mir dieser Gegenstand wert ist. Manchmal erhalte ich den Gegenstand nicht, manchmal zum gewünschten Preis, manchmal darunter aber ich bin stets zufrieden mit dem Ergebnis. Bevor ich begonnen habe so zu handeln war ich meist enttäuscht und unzufrieden mit dem Ergebnis unabhängig vom Preis, denn dann beschäftigtet ich mich danach auch noch mit dem Produkt und ich fand immer jemanden der den Gegenstand noch besser verhandelt und einen tieferen Preis ergattert hatte.
Im Grunde ist dieses Prinzip auf andere Bereiche genauso anwendbar! Sobald man ein eigenes Ziel hat, das realistischer Weise zu erreichen ist, ist es egal ob eine andere Person alles „noch besser“ macht, „mehr verdient“ oder „erfolgreicher ist“ … Man hat was man wollte, für den „Preis“ den man bereit war dafür zu bezahlen.

Gib dein Bestes – sei dein Bestes…

Sei authentisch, sei möglichst DU! Beruflich und privat. Bei der Jobwahl, in der Liebe, bei der Wahl deines Outfits usw., denn am Ende musst du genau eine Person auf dieser Welt glücklich und zufrieden machen – DICH.
Und das Vergleichen kannst man dann nutzen um sich für eigene Ideen inspirieren zu lassen, so spart man sich den Vergleichs-Katzenjammer!

Was sagst Du?