Das Ende der Fastenzeit

Geschafft!!!
41 Tage ohne Süßigkeiten und Alkohol. Der Alkohol war weniger das Problem aber auf Schokolade, süße Teilchen, Kuchen, süßen Aufstrich (Honig, Marmelade, Nutella etc.) zu verzichten, das war für mich tatsächlich eine Leistung und eine Herausforderung die ich so nicht erwartet hätte. Warum 41 Tage? Eigentlich hätte ich ja schon am Oster Samstag ab 12 Uhr wieder anfangen können, doch dann wollte ich es schon „richtig“ machen.

Feierlich, festlich … ich wollte meinen ersten Schokoschub und mein „Baileys on the rocks“ gebührend zu mir nehmen nach dieser Zeit. Also war für mich klar mein Fasten mit dem geplanten Familien-Osteressen am Oster-Sonntag zu brechen – und das tat ich.

Genüsslich, festlich, zelebrierend

Das tolle am Fasten ist die Wertschätzung, die ich schon währenddessen erfahren habe. Das werde ich auch versuchen möglichst lange beizubehalten, indem ich etwas bedachter zum Alkohol und Schokoladensnacks greifen werde. Vielleicht, so dachte ich mir, kann ich diesen Gedanken auch weiterspinnen und mich hier und da in Abstinenz, Zurückhaltung und einer Art „Fasten“ üben um meine Werte neu zu erkennen/entdecken?!?

Trennung auf Zeit

Ich glaube häufig, dass ich alles um mich scharre müsste, was mir gut tut, dabei ist die Abstinenz von etwas häufig eine viel hilfreichere Erfahrung.  Plötzlich ist das, was da ist GENUG und das Streben nach immer mehr ist plötzlich für einige Momente, Minuten, Stunden oder sogar Tage wie weggeblasen, es ist einfach mal wieder gut, dass etwas „normal“, „da“ und „vorhanden“ ist, egal wie wenig davon oder wie imperfekt!

Vielleicht sollten wir so etwas viel häufiger praktizieren. Nicht nur aus dem Suchtgedanken heraus, wie das bei meiner Schokolade der Fall war. Vielleicht sollte man diese „Trennung auf Zeit“ von etwas oder sogar Jemandem häufiger vollziehen statt stets nach MEHR zu streben?!?!

Die Abstinenz ist so gesehen etwas sehr Belebendes, Aufregendes und für mich durchaus eine wertsteigernde und gesunde Erfahrung! Vielleicht versuche ich auch mal einige Tage auf Strom und/oder fließendes Wasser zu verzichten???… Dann werden Schoki und Co. sicherlich an Bedeutung verlieren und ich noch ein Stück dankbarer?!?!

Naja, man muss ja auch nicht alles im Extrem ausleben – der bloße Gedanke reicht ab und an ja für den Bewusstwerdungsprozess aus….

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