Der Spiegel als Universalinstrument – Teil 1

Spieglein, Spieglein in meinem Haus, was sagst du über mein Leben aus?

Schon bei Schneewittchen galt der Spiegel als zuverlässiges Instrument, um der bösen Hexe wichtige Informationen über Ihre Umwelt zu liefern. Die „Gute“ hat das leider lediglich für Ihren Schönheitswahn zu gebrauchen gewusst.
Menschen heute sind in der Regel etwas kreativer was das Erlangen von Informationen durch die Spiegel und das Spiegeln angeht….

Teil 1: Der Spiegel und Kommunikation

Wörtlich und sinnbildlich

Natürlich ist das nicht ganz so wörtlich zu verstehen, wie bei Schneewittchens Stiefmutter. Die wenigsten Menschen befragen tatsächlich Ihren Spiegel um Informationen aus selbigem zu erhalten. Dennoch gibt ein Spiegel im wörtlichen aber auch im sinnbildlichen Sinne allerhand Informationen …

Ausdruck, Kommunikation und Spiegel

spiegelDas „Ding“ Spiegel gibt uns Informationen über uns bzw. eine Idee darüber wie wir aussehen. Das mag je nach Spiegel und Funktionsfähigkeit der Augen mehr oder weniger kritisch, gut oder schlecht für uns ausfallen aber mit dieser „Idee“ über unsere Äußeres fangen wir etwas an, oder auch nicht.

Figur, Hautbeschaffenheit, Mimik, Gestik

Wenn wir uns im Spiegel für „zu dick“ oder „zu dünn“ halten – wirken wir dagegen, wenn uns unsere Hautbeschaffenheit missfällt nutzen wir (bisher vor allem noch Frauen) den Spiegel um diese unliebsamen Stellen zu sehen und mit Make Up übertünchen zu können.
Doch auch wenn wir eine Rede vorbereiten, testen möchte wie wir vor Publikum aussehen und wie wir uns präsentieren ist der Spiegel zuweilen ein hilfreiches Instrument zum Üben.

Zur Kommunikation mit anderen

Doch der Spiegel ist im übertragenden Sinne auch in der Kommunikation mit anderen gut zu gebrauchen.
Wir können eine andere Person spiegeln, d.h. imitieren oder nachmachen. Das dient dem Vertrauensaufbau und erleichtert dadurch die Kommunikation.
Warum?
Schlaue Menschen haben herausgefunden, dass wir schneller Vertrauen zu einer Person aufbauen die ähnliche Gestik und Mimik nutzt oder im gleichen Rhythmus atmet. Ja, auch das kann sich auf das Vertrauen zu unserem Gesprächspartner auswirken, auch wenn uns das vielleicht nicht bewusst ist. Um das einmal selbst zu testen, sprich einfach mal mit einem Menschen und atme dabei merklich schneller oder nimm eine völlig gegensätzliche Haltung ein und du wirst selbst einen Unterschied spüren.

Das Vertrauen kann also auch „künstlich“ aufgebaut werden durch das „spiegeln“ (in der Psychologie auch Pacing genannt; das entstehende vertrauensvolle Verhältnis nennt sich „Rapport„). Dabei ist jedoch wichtig, dass dies in natürlichem Maße passiert. Jemanden übertrieben nachzumachen kann bewirken, dass sich der Gesprächspartner nicht ernst genommen fühlt und glaubt man würde sich über ihn oder sie lustig machen …

Doch „Spiegeln“ kann nicht nur bei der Kommunikation hilfreich sein, sondern auch hilfreiche Informationen zur eigenen Person liefern.

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