Emotion oder Gefühl? Wozu es Definitionen gibt!

Love, Liebe, Emotion oder Gefühl?

Bis heute habe ich diese beiden Begriffe synonym verwendet. Ich habe vorhin versucht etwas zu erklären und schmiss die Begriffe (wie so oft) wild durcheinander bis ich mich selbst fragen musste: Gibt es da einen Unterschied? Also begann ich zu forschen.

Warum eigentlich eine Definition?

Ich bin ein Freund von Definitionen! Nicht von allgemein gültigen Definitionen, sondern von Situations-Definitionen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es für das gegenseitige Verstehen unerlässlich ist zu wissen, wovon der andere gerade redet.
Definieren wir nämlich das, worüber wir reden, schon von Grund auf anders, kann es schnell passieren, dass zwei Menschen das gleiche MEINEN aber das Gegenteil SAGEN. Das kann für ein Verständnis total hinderlich sein – logo!

Das wollte ich voranstellen, denn meine jetzt folgenden Definitionen von „Emotion“ und „Gefühl“ sind lediglich Momentaufnahmen.
Ein Erklärungsversuch für mich, weshalb es dafür zwei Wörter gibt.
Ich glaube dennoch – auch wenn heute tatsächlich ein Unterschied für mich entstanden ist, dass ich auch künftig fälschlicher Weise von Gefühl sprechen werden, wenn ich eigentlich Emotion meine. Du wirst aber auch gleich feststellen weshalb dem so ist 🙂

Salopp gesagt, was der Unterschied sein könnte:

Gefühl ist.

Das Wort „Gefühl“ bezeichnen unsere Fähigkeit zu fühlen. Fühlen ist das was da ist ohne Bewertung. Hunger, Durst, Wärme, Kälte, Lust, Einsamkeit. …. Das mag vielleicht komisch klingen aber, auch wenn wir Hunger und Durst als negativ empfinden so ist das Gefühl dazu erst mal eine wertfreie Information. Wärme kann gut oder schlecht sein, auch wenn wir meist dazu tendieren „Gutes“ mit Wärme zu assoziieren. Auch Einsamkeit kann seinen Charme haben, gerade wenn man etwas Ruhe und Zeit für sich braucht, oder?

Hier merkt man jedoch gleich, wo der Hund begraben liegt. Gefühle können häufig nicht getrennt werden von der Bewertung. Wenn mir auffällt dass ich Hunger habe, dann bin ich meist schon wütend und brummle vor mich hin. Hunger ist also kein gutes Gefühl, was dazu führt dass ich ärgerlich werde. Das dann zu trennen und mir innerlich zu sagen: Der Hunger tut mir erst mal nichts, ich muss nur schnell etwas essen – das bekommt mein System oft nicht getrennt.

Emotion urteilt.

Emotionen sind Urteile. Ich habe mir den Fuß gestoßen – das Gefühl ist Schmerz oder Schreck, die Emotion ist vielleicht Wut, Zorn oder Ärger. Also eine Reaktion auf ein Gefühl. Daher sagt man auch Emotion käme von „Motion“ („Bewegung“) – man setzt sich und seinen Körper bei Emotionen in Bewegung um zu reagieren auf das Gefühl.

Diese Unterteilung macht für mich Sinn, weil sie die Begriffe irgendwie klar trennt … zumindest für mich.

Erklärungsversuch Nummer 2 – Die „Wissenschaft“ sagt…

Bei meiner Suche nach wissenschaftlichen Texten, rund um die Wortbedeutung von „Emotion“ und Gefühl und deren Differenzierung, bin ich zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen! Das bestätigt meine These, dass Definitionen immer situationsabhängig, personenabhängig und oft fachgebunden sind. Ich konnte viele unterschiedliche Definitionen finden. Einige bezeichneten deutlich genau das als „Emotion“, was andere wiederum als „Gefühl“ betitelten. Es gibt also hier keine Eindeutige Aussage! Sorry.

Ich war (und bin) verwirrt.

Gemein hatten sie im groben, dass „Emotion“ eine Gemütsbewegung bezeichnet und das diese völlig subjektiv ist.
Ein Gefühl scheint eher etwas „angeborenes“ und „universelles“ zu sein, über das ein Konsens herrscht. Also zum Beispiel sind sich die meisten Menschen einig, dass Hunger eher unangenehm und nicht erstrebenswert ist. Liebe dagegen ist toll, oder?

Wo würde ich dann aber beispielsweise „Wut“ einordnen? Zu „Gefühl“ oder „Emotion“ ?!

Mir zeigt meine kleine Recherche nur wieder, wie schwierig es ist, schon die Überbegriffe zum Thema „Fühlen“ zu fassen. Was machen wir dann erst mir Sub-Begriffen wie Liebe? Hass? und und und? Die noch viel spezifischer, kulturabhängiger und individueller sind?

Dafür lohnen sich Definitionen …. zur besseren Verständigung und das gegenseitige Erleben. 

Erlebe dich, dann können dich andere besser erleben. Die Welt liebt dich, hab einen schönen Tag.

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