Horrorshow

Normalerweise ist es ja durchaus angebracht sich sein Leben in den schillernsten Farben vorzustellen.
Ich habe jedoch in den letzten Jahren für mich herausgefunden, dass es Situationen gibt, in denen eine „mentale Horrorshow“ wahre Wunder bewirken kann: Nämlich, wenn der Horror schon da ist!

Damit meine ich keinen tatsächlichen Horror, sondern all die kleinen dumpfen, nagenden Gefühle, die man manchmal spürt und schnell zu verdrängen versucht.

 

Zum Beispiel wird die wirtschaftliche Lage schlechter und irgendwie liegen Sätze wie „Was ist, wenn ich meinen Job verliere?“ in der Luft. Schnell weg mit solchen Gedanken, sonst wird man verrückt? Was wäre denn, wenn man diesen Gedanken zu Ende spinnt? Wie weit kann man den Horror malen? Werde kreativ … und dann überlege dir Lösungen, für diese vermeintlichen Horrorszenarien und du wirst bemerken, was sich eben noch als schlimm gestaltet, ist machbar oder notfalls irgendwie zu überwinden…

 

Ich hatte mal so eine Phase zu glauben, nicht genügend medizinisch versorgt zu sein, wenn irgend etwas „schief geht“ – ohne eine Vorstellung davon was „schief gehen“ bedeuten könnte.
Nur der unterschwellige Gedanke daran, hat mich davon abgehalten, gewissen Entscheidungen zu treffen und Wege einzuschlagen. Bis ich eines Tages einem guten Freund davon erzählte und wir gemeinsam eine Lösung für diese Eventualität gefunden haben …

 

Nicht dass du jetzt losrennst und deine Zeit damit verplemperst alle Eventualitäten im Leben durchzudenken und abzudecken, aber falls dir wirklich etwas im Hinterkopf umherschwirrt – lass es zu, den Gedanken einmal bis zum Ende zu denken und zu überlegen, ob du dir diese Angst durch eine Lösung oder durch ein Gespräch mit einem Freund nehmen kannst.

 

Die Welt liebt dich und das Leben ist zu schade für anhaltende Horrorshows im Kopf – End the drama by going through it once baby 🙂

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