Lust und Frust bei To Do-Listen

Jeder hat seine eigene Art seinen Tag zu planen und dafür zu sorgen wie der Tag am besten genutzt wird. Die bekannteste oder beliebteste Methode zur Tages-/Wochen- und Monatsplanung sind die sogenannten To Do-Listen. Doch wie gut sind diese Listen? Was bringen sie und wo liegen Nachteile?


To Do Listen

Ich bin ein Listen, abhak und durchstreich-Fan! Daher habe ich schon immer gerne To Do Listen erstellt, vor allem war es aber in einigen Jobs auch nötig und von „oben“ gewünscht. Aber auch ohne Vorgesetzten mit einem Faible für Listen, habe ich mir allabendlich eine Erledigungs Liste für den folgenden Tag erstellt.
Mir war das wichtig, um den Tag mit einem Plan zu beginnen und am Ende des Tages zu wissen, was ich geleistet habe.
Die eigentlich Idee dabei war es mich am Ende des Tages entspannen zu können, mit dem Gedanken: „Ja, ich habe heute echt was geschafft!“

Schlechte Stimmung – To Do Listen!

Leider ist dieser Plan an den meisten Tagen für mich nicht aufgegangen!
Selbst wenn ich meine Liste erledigt hatte, kam meine innerer Kritiker zu Wort: „Dann war die Liste wohl nicht lang genug!“ Wenn ich es nicht schaffte war klar: „Ich habe einfach geschludert und war nicht produktiv.“

Solche Mechanismen der Selbstgeißelung und abwertenden inneren Dialoge helfen niemandem!
Und schon gar nicht der eigenen Produktivität und der Erreichung der Ziele!

Ganz darauf verzichten kann/möchte ich jedoch nicht, weil ich einfach tatsächlich gerne einen Plan habe und zwar einen täglichen und nicht nur eine Ungefähren à la: „irgendwann diese Woche, mache ich xyz.“

Persönlichkeits – K.A.I.Z.E.N

Hier hat mir dann der Vorschlag von Jens Tomas geholfen, sich einfach täglich (am Ende des Tages) folgende Fragen zu stellen:

  1. Was habe ich heute geleistet?
  2. Was habe ich dabei gelernt?
  3. Was habe ich heute so das letzte Mal gemacht?
  4. Was kann ich morgen besser machen?

Das scheint auf den ersten Blick vielleicht keinen großen Unterschied zu machen, doch ich habe schon nach 2 Tagen bemerkt, dass ich meinen Fokus so automatisch nur auf die förderliche Einstellung, meiner Tätigkeit gegenüber lenke. Ich schreibe außerdem auch mehr Dinge auf, die ich auch noch außerhalb meiner Liste erledigt habe. Etwa ein wichtiges oder erfolgreiches Telefonat, dass vielleicht länger dauerte oder gar nicht geplant war, ein ungeplantes Treffen oder die Fertigstellung einer Aufgabe, weil es sich gerade angeboten hat und anderes nicht ganz so wichtig war.

Prioritäten verschieben sich manchmal, Tage sind nicht immer planbar und gleich. Eine To Do Liste oder ein Tagesplan sollte in soweit flexibel bleiben, als dass er den Ersteller unterstützt in der Erreichung seiner Ziele und selbigen nicht auf halber Strecke frustriert.

ToDo Listen sind gut aber sollten mit der nötigen Anerkennung für die eigene Person am Ende des Tages betrachtet werden!

Wer sich solche Listen/Projektpläne oder Ideen-Memos online oder per Computer erstellen möchte kann sich zwischen mehreren GTD (Get things done) Software-Option entscheiden.
Thinking Rock gibt es als kostenlose Version (klicke hier zum deutschen Download) und Permiumversion.
Für Mac User gibt’s Things aber sicherlich auch hier einige andere Alternativen.
Online Versionen von To-Do-Listen gibt es einige – „remember the milk“ soll wohl ein sehr gutes Programm sein, zumindest in der Bezahlversion (laut tests und Userberichten zufolge. Es wird auf jeden Fall häufig genannt. Ich habe die kostenlose Version eine Weile genutzt aber nie wirklich damit gearbeitet – aber ich bin auch eher ein Papierarbeiter 🙂

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