Ostern

Ostern ist mein Lieblingsfest und ich wusste bis gestern nicht wirklich, wie sehr ich dieses Fest tatsächlich mag oder warum…Ich verbinde Ostern stets mit gutem Wetter, zumindest dort wo ich mich zu Ostern befinde. Ostern ist bunt, frisch, jung, erwartungsvoll, alles erwacht, der Frühling ist da, Hasen und Hennen arbeiten zusammen, die Menschen denken sich lustige Spiele oder gemeinsame Aktivitäten aus (Ostereier Weitwurf, Ostereierschießen, Ostereierrollen, Osterritt, Ostermarsch, etc.)

Es ist einfach das Fest der Feste und vereint das Beste vom Besten: leckeres Essen, freie Tage, Besinnlichkeit aber doch mit viel Aktion und Spaß. Das Zusammenkommen mit Freunden und Familien, jedoch meist ohne den Perfektionismus-Wahn und den Ausschluss von „Nicht-Familienangehörigen“ und ohne Rückzug und Isolation Einzelner.

Doch was feiern wir hier eigentlich?

Ostern ist die Verbindung von Leben und Tod. Wir feiern Jesu Auferstehung, wenn man es einmal kirchlich betrachten will.
Ich weiß, einige Menschen tun sich schwer mit diesem Gedanken, aber was ist, wenn man das ganze Thema einmal etwas abstrakter betrachtet?

Tägliche Auferstehung

Jeder von uns bewältigt jeden Tag eine Art kleiner Auferstehung, indem wir AUFSTEHEN. Das mag für einige vielleicht nichts besonderes sein, ich finde das jedoch bemerkenswert. Jeden Morgen erwachen wir auf’s Neue um den Tag zu nutzen, an unserem Leben zu basteln und wieder einen Schritt auf unserem Lebensweg zu unternehmen. Wenn ich mir das als Auferstehung vorstelle wird dieser Tag plötzlich zu einem viel größeren Geschenk.

Stell dir doch mal vor du wärest gestern noch für Tod erklärt worden und würdest heute doch noch einmal aufwachen, wüsstest nicht ob du morgen NOCH EINEN LEBENSTAG bekommst?

Wie oft fallen wir in unserem Leben, brechen unsere Herzen, erleiden wir wirklich schmerzhafte Erfahrungen die einem erlebten Tode nahe kommen? (zumindest in Gedanken) Und wie oft haben wir dennoch den Mut am nächsten Tag doch wieder aufzu(er)stehen und weiter zu machen, wieder zu lieben, zu vertrauen, zu leben?

Ich nehme Jesu Auferstehung als Mutmacher und Inspiration für mich. Jemand der alles gegeben hat um seine Überzeugung durchzusetzen, gegen alle Widerstände bereit war für seine Idee einzustehen, nötigenfalls sein Leben zu geben und trotz Todesurteil weiter an sich und seine Sache zu glauben.

Jesus hat durch das Wunder der Auferstehung geschafft noch mehr Menschen vom Glauben an Gott zu überzeugen.

Jeder sollte gläubig sein – Du musst nicht an Gott oder Jesus glauben – aber an Dich!

Was, wenn ich für meine Ideen, Vorhaben, Projekte, Meinungen nach einem Fall, dem von außen gefällten Todesurteil, aufstehe, für mich einstehe und mich noch einmal aufrichte? Was ist, wenn ich das Vertrauen in mich nicht verliere, mich nicht verurteilen lasse sondern weitergehe und bereit bin mich wieder und wieder für mich einzusetzen?

Jeder von uns hat die Kraft der Auferstehung und häufig ist das der Punkt des Durchbruchs, des beginnenden Erfolgs, der Anerkennung durch andere oder der Sprung in die „Unsterblichkeit“ ….

Was sagst Du?