Das „Scanner – Buch“ von Barbara Sher

Du musst Dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast von Barbara Sher (Originaltitel: Refuse to choose ) richtet sich an alle „Scanner“ unter uns.
Scanner, das sind Menschen, die sich nicht spezialisieren wollen und/oder können. Menschen die mehr als eine Richtung im Leben haben und damit vielleicht hier und da auf ungewöhnliche Herausforderungen stoßen.

Den Scannern stehen die „Taucher“ oder „Spezialisten“ entgegen, die sich gerne ausschließlich einem einzigen Thema mit Leidenschaft widmet. Entweder privat oder beruflich oder beides.

Scanner haben 1000… und mehr Ideen, setzen sie um und hören wieder damit auf. Viele Scanner sind aber genau damit nicht ganz zufrieden. Sie haben das Gefühl, nichts wirklich richtig zu machen, zu Ende zu führen und damit fühlen sich einige  unbrauchbar für die Gesellschaft/Gemeinschaft.

Es geht Barbara unter anderem darum, diesem „Typ“ Mensch einen neuen Blickwinkel zu geben und die Vorzüge des Scannerdaseins schätzen zu lernen, denn Vorzüge gibt es viele! Gerade in der heutigen Zeit.

Im Grunde glaube ich ja, dass wir alle irgendwie Scanner sind, weil Menschen einfach grundsätzlich zu neugierig sind und auch „Taucher“ für ihr Thema in anderen Themenbereichen fischen (scannen) müssen.

Das Buch zeigt auch so viele Typen von „Scannern“ auf, dass sicherlich jeder irgendwo einzuordnen ist, mal mehr und mal weniger. Die Thematik wird also für mein Definitionsgefühl nicht deutlich genug abgegrenzt, aber das störte mich spätestens dann nicht mehr, als ich mich von diesem Wunsch der Definition befreit hatte. Wer jedoch erwartet klare Definitionen zu lesen der wird wohl enttäuscht sein.

Für jeden „Scannertyp“ werden nützliche Verhaltenstipps gegeben, die leicht umzusetzen sind. Ich habe viele davon ausprobiert und auch wenn sie vielleicht keinen langfristigen Effekt hatten, so macht es doch Spaß mit diesem Buch zu arbeiten und einige Ideen daraus durchzusetzen.

Was sicherlich ein großes Plus ist: vielen Menschen hat dieses Buch dabei geholfen sich endlich „normal“ zu fühlen. Man muss nicht immer DEN Masterplan und EIN Ziel haben … nur sollte man was MACHEN! … Das ist die Grundhaltung die ich in diesem Buch wiederfinde und das passt mir persönlich ganz gut ins Lebenskonzept.

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