Sport ist Mord

Stimmt! Sport ist Mord für Probleme und trübe Gedanken …

Vielleicht kennst du das Gefühl: Der Tag ist hektisch, die Gedankenlawine überrollt dich mal wieder? Zu entscheiden was als nächstes zu erledigen ist fällt schwer, da alles wichtig und richtig und manchmal auch nicht zu bewältigen scheint. Wenn ich mich mal wieder in einer solchen Situation befinde, ich mich nicht wirklich sortieren kann, verwirrt bin, mich unproduktiv fühle oder ich etwas niedergeschlagen bin, raffe ich mich meist zu 30-60 Minuten Sport auf. Fitnessstudio würde mir persönlich zu lange dauern, denn dann muss es schnell gehen.

Ich ziehe einfach meine Laufschuhe an oder steige auf mein Fahrrad und los geht’s. Ich gebe zu, für Menschen mit festen Arbeitszeiten ist dies nicht ganz so einfach zu tun, aber ein 5 Minuten Spaziergang an der frischen Luft bewirkt Ähnliches, zumindest was die Gedankenwelt angeht und gegen diese erhellenden 5 Minuten sollte kein Chef etwas einzuwenden haben.

Erst kommen alle Gedanken, die ich davor hatte,  geballt, doch plötzlich ist es als seien tausend kleine Ordnungshelfer auf der Synapsenparty unterwegs, die sich zwischen die einzelnen Gedankenfetzen schieben und anfangen die Besucher vor die Türe zu setzen, die mich aufhalten.
Auf einmal ist nur noch vorhanden was mir hilft und mich weiterbringt. Sobald ich dann wieder zu Hause bin ist mein Hirn so klar und aufgeräumt, dass ich mich wundere wie ich das vorher nicht bemerken und lösen konnte.

Ich weiß nicht, ob Endorphine meine Stimmung heben oder die Tatsache, dass ich dann  „geordnet“ bin, auf jeden Fall geht es mir gut. Mein System reicht einfach nicht aus für körperliche Betätigung und die Lebensversorgung von „Unnützem Kram“.
Ein Nebeneffekt ist dann sicherlich noch, dass ich mich in meinem Körper wohler fühle, weil ich etwas für mich getan habe, meine Fitness und Gesundheit. Wenn ich Glück habe werden meine Zellen und mein Hirn durch Muskelkater auch noch am nächsten Tag an dieses Gefühl erinnert, sodass ich nicht gleich wieder losrennen muss.

Für Sportmuffel:

Wenn es draußen wirklich kalt ist oder ich sonst eine Ausrede finde, nicht voller Elan auf Wald und Feld los zu traben, dann funktioniert auch Musik, Singen und Tanzen. Fragt sich in einigen Fällen nur, was büroverträglicher ist (schmunzel). Suche dir einfach einen „Powersong“ oder ein Lied, das dich in Bewegung bringt und bewege dich dazu. Die Ausrede: „Ich kann nicht tanzen“ zählt nicht, denn du sollst keinen Tanzwettbewerb gewinnen sondern dein System durchschütteln! Dazu eignet sich sogar der Ententanz oder einfaches Schütteln von Armen und Beinen. Wenn du dazu noch singst oder Laute von dir gibst (du hast es sicher auch hier erkannt: Du musst dafür nicht von dir behaupten singen zu können) wirst du wahre Wunder erleben.
Ich spinne? Ja vielleicht, aber probiere es aus und auch wenn dich deine Umwelt für verrückt erklärt du wirst danach produktiver, ausgeglichener und ruhiger sein! Dann lieber etwas verrückt aber lustig und lebensfroh.

Ps.: Der Ententanz eignet sich übrigens besonders gut, da man diesen auch im Sitzen „tanzen“ kann und Kollegen einbinden kann! Da bleibt kein Auge trocken und keine trübe Zelle lebendig. Viel Spaß bei der Bewegungsinitiative und bei der Persönlichkeits-Wiederbelebung!

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