Vom Schein zum Sein

Hast du schon mal den Spruch gehört: „Tu so, dann wirst du so“? „Lüge es bis es wahr ist“ (Fake it till you make it)

Ich fand diesen Spruch ziemlich doof, als ich ihn das erste mal gehört habe, weil ich authentische Menschen mag und diesen Anspruch auch an mich stelle. Manchmal jedoch macht eine „Fälschung“ für alle mehr Sinn, vor allem für einen Selbst.

Mir und anderen etwas vormachen? Wozu sollte das gut sein?

Dabei ist es wichtig, dass du dieses Schauspiel nicht nur für andere veranstaltest, sondern um deine Situation für dich zu verändern. Es geht auch nicht um eine Lebenslüge, also einen Dauerzustand und ein unterdrücken deiner wahren Gefühle, sondern lediglich um eine kurze „Notlüge“ der Gefühle.

Raus aus der Schieflage

Das ganze hat den Sinn, dass du dadurch eine andere Perspektive annehmen kannst. Durch schlechte Laune und ungute Gefühle hängen wir häufig in einer Abwärtsspirale fest (auch das ist übrigens häufig eine „Fälschung“ denn wir steigern und viel mehr in etwas rein, als es eigentlich sein müsste und auch da glauben wir uns irgendwann – also warum nicht die gleiche Taktik zum Gegensteuern verwenden?) mit einem gespielten Lächeln, einer nachgestellten aufrechten Haltung oder einem gefläschten schönen Erinnerung (tu so als sei etwas total super) unterbrichst du die Talfahrt.

Bis du es dir selbst glaubst

Das ganze machst du genau so lange, bis du dich selbst von deiner guten Laune und dem positiven Verlauf deines Tages überzeugt hast.

And the Oscar goes to ….

Die Welt liebt dich.

PS.: Diese Übung hilft nebenbei auch mehr Mitgefühl und Verständnis für Menschen zu wecken, die ich sonst als „nicht authentisch“ verurteile! Wer weiß was ihnen an dem Tag so alles wiederfahren ist, worüber sie sich hinwegspielen wollen …

Was sagst Du?