Wortspiel

Dies ist tatsächlich und ihm wahrsten Sinne ein WORT-SPIEL. Es gibt kein richtig oder falsch, es gibt kein Ziel und auch keinen besonderen Anfang. Was es bringt? Es macht Spaß, es ist eine Kreativtechnik und Brainstormingübung und es kann helfen sich etwas besser kennenzulernen. Finde heraus welche Verknüpfungen Du hast, was bewegt Dich? Welche Geschichten hast du parat … all das kann und darf hier auftauchen… sei spontan, kreativ und hab Spaß.


Wie kam es dazu? Und wie funktioniert das Wortspiel?

Das erste Mal bewusst „gespielt“ habe ich dieses Spiel im Urlaub, mit meiner Schwester. Wir lagen am Strand, als sie plötzlich ein Wort sagte. Ich weiß nicht mehr welches es war, also nehmen wir an es sei das Wort „Sonne“ gewesen. Ich antwortete mit „heiß“ und daraufhin nahm die Wortkette ihren Lauf …. Kochplatte, Topf, Teller, Ikea, Billy, Brieffreundschaft, schreiben, Blog, liniert, kariert, Mathe, Zahlen, usw….

Von „Arschbacke“ auf „Kuchen backen“

Nur darum geht es bei diesem Spiel! Leg einfach los! Löse Dich von der Vorstellung „was wäre wenn?“, „wie geht’s richtig weiter?“, „welchen Sinn hat das?“ es ist NUR ein Spiel. Lustig ist es natürlich wenn du noch mindestens einen Mitspieler hast, denn das garantiert, dass Du sicher aus deinen Denkstrukturen gerissen wirst, wenn dein Gegenüber plötzlich eine andere Assoziation mit einem deiner Worte hat, als den Begriff, den Du dazu schon im Kopf hattest. Es geht darum ständig neue Gedankenstränge zu beginnen und ggf. ins Leere laufen zu lassen. Schreib alles auf, ohne darüber nachzudenken oder zu urteilen.

Sortiere später

Wie bei allen Brainstorming und Kreativitätsübungen ist sortieren, eliminieren, urteilen und verwerfen in diesem Spiel vorerst nicht „erlaubt“. Wenn du spielen willst um hinterher damit weiter zu arbeiten kannst du im Anschluss (spiele so lange Du möchtest) die Begriffe streichen, sortieren, ordnen, verbinden oder ergänzen aber das ist erst später dran.

eingegrenzte Variante

Falls Du ganz konkret an einem Thema arbeiten möchtest, dann versuche das Thema so weit wie möglich zu fassen und beginne mit einem Begriff der Dir spontan dazu einfällt. Lenkst Du Deine Gedanken innerhalb eines bestimmen Themenkreises, zum Beispiel Urlaub, könnte das Beispiel „Sonne“ so aussehen: Sonne-Sand-Muschel-Wasser-Welle-Fische-Angel-Boot-Kreuzfahrt-Aida-Reiseanbieter-Last Minute usw.

Erfahre etwas über Dich

Da das ganze sehr schnell und ohne bewusstes Nachdenken funktionieren sollte, kann man auf diese Weise auch einiges über sich erfahren, wenn man tatsächlich beginnt loszulassen (gedanklich keine Bewertung vornehmen).
Wenn Du also die „sinnlose Wortkette“ versucht hast und später die eingegrenzte Variante, dann kannst Du Dich im Anschluss auch mal an persönlichen Fragen versuchen.
Vielleicht hast Du ja gerade ein Problem, dass Du noch nicht in Worte fassen kannst. Um ein Problem zu lösen ist es meist nützlich das Problem oder das Hindernis zu kennen und sich darüber klar zu werden. Ich für meinen Teil fühle mich klarer, „sehe“ klarer und kann agieren, wenn ich ein Bewusstsein für meine Lage habe und dabei hilft mir, wenn ich meinen Zustand kommunizieren kann (wenn auch nur vor mir) Häufig fühlt sich dann etwas „klar“ für mich an, wenn ich Worte dafür habe oder zumindest wage Formulierungen. Dabei kann diese Übung auch helfen.

Überthema „Gefühl“

Nimm einfach das Überthema „Gefühl“, wenn Du nicht einmal genau einordnen kannst, ob es ein Problem, eine Angst, etwas Bedrückendes oder einfach nur „komisch“ ist. Vielleicht stellt sich ja so heraus, dass es nicht einmal ein Gefühl ist, das Du loswerden möchtest?!?

Probier’s aus und wenn Du magst, schreibe mir deinen Erfahrungsbericht, ich freue mich über Nachricht.

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