Januar 31

Der innere Psycho in der Lebensarena.

Der innere Psycho in der Lebensarena.

Was ist dein innere Psycho und was macht der in der Lebensarena?
Darum geht es heute.

 

 

Diese Woche hatte ich einen Durchbruch 😊

Was ist ein Durchbruch?

Ein Durchbruch ist, nichts Schlimmes oder Ekliges.
Falls du nicht weißt, was ich mit „Durchbruch“ meine… das ist eine grundlegende Veränderung eines Bausteins meiner Persönlichkeit (Mini- Mini – und für andere vielleicht weder sichtbar noch als „neu“ wahrnehmbar, aber für mich ein ganzes UNIVERSUM!)

Ich bin jetzt ein Psycho!

Was ist passiert? fragst du dich vielleicht.
Ich bin zum „Psycho“ geworden. Nein, ich habe weder die Axt rausgeholt noch sonstig schädliches Verhalten für meine Umwelt an den Tag gelegt …. glaube ich zumindest 😂 Warum bin ich dann ein „Psycho“? Weil sich das so für mich anfühlt, weil ich von meinem „Normalzustand“ abgewichen bin.

Du kennst mich,

daher mag dir das vielleicht nicht auffallen. Du weißt, dass ich mich, das Leben und eigentlich alles, ständig hinterfrage, verwirrt bin und dann wieder klar. Mal hü mal hott, mal schwarz, weiß und gaaaaaaaaaaaaaanz viel grau.

Du kennst meine Facetten. Du hast dich von Nachricht zu Nachricht (Beitrag zu Beitrag) gehangelt und irgendwie habe ich vermutlich ein „Bild“ für dich ergeben. Zeit und gemeinsame Geschichte haben das erreicht.  
In der „richtigen“ Welt mit „fremden Menschen“ bin ich SPIEGEL-WOMAN! 🦸

Spiegel-Woman oder das Reagier-Tierchen

Ich glaub(t)e ich bin gut darin Menschen schnell zu erfassen und dann zu wissen, wie ich am besten bin, um „reinzupassen“.
Jemand redet schnell? Bring it on!
Jemand denkt schnell – ich ziehe mit.
Ich bin schnell in und mit Sprache – was es leicht macht zu reagieren.
Das führt aber oft dazu, dass ich gar nicht da bin. Und ich merke es nicht mal.

Das ist kein bewusster Trick, sondern einfach eine hilfreiche Überlebensstrategie. Auf meinen Reisen habe ich das für mich entdeckt, geschult und ausgebaut und es hat mir viele Türen geöffnet und ist für mich immer Schritt 1 zu einer Verbindung.

Na gut. Na und?

Das klappt natürlich nicht dauerhaft und hier liegt das Problem.
Sollte es tatsächlich eine tiefere Verbindung werden, muss ich mich (all die anderen Michs!) irgendwann einbringen: Meine Verpeiltheit, meine Introvertiertheit, meine Verletzlichkeit, meine Weichheit und all den Kram, der mir eigentlich peinlich ist. Meine Schatten, meine Schwachstellen und all die Teile, die ich nicht kontrollieren kann. FUCK! Da steige ich gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz oft aus – aus zwei Gründen:

  1. Oft weiß ich nicht, wie zur Hölle ich das machen soll und
  2.  ist mir das zu anstrengend und wenn ICH schon von MIR angestrengt bin … wie soll das ein anderer Mensch ertragen – und wozu?

Also verharre ich in Spiegelwoman – und endweder mir wird es dann zu anstrengend das Spiel zu spielen oder mein Gegenüber merkt, dass ich nicht ganz „echt“ bin und ist weg.

Wie teile ich nun aber nach einem verbalen Schlagabtausch jemandem plötzlich mit, dass ich das nicht immer so möchte?
Dass ich zynisch kann, aber eigentlich doof finde?
Dass ich schnell super finde, aber es mich tierisch anstrengt?
Dass ich manchmal sage: Es ist mir egal – obwohl ich eigentlich tief verletzt bin?

Erst fühlen dann sprechen.

Ich kann schnell denken und reden, aber ich kann überhaupt nicht schnell fühlen.
Das heißt, ich schneide oft gar nicht mit, dass es mir zu schnell, zu zynisch und keines Falls egal ist. Weil ich nicht hin spüre, weil ich glaube, dass „sich Zeit lassen“ >> „psycho“ ist!

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Gestern führe ich ein Telefonat. Mein Gesprächspartner ist schnell. Zu schnell! Und oberflächlich, sodass ich schnell das Interesse verliere an einer längeren Unterhaltung.
Stempel drauf, Gespräch zu Ende bringen und ab die Post nach „Nimmerwiederhören“. Doch statt meine Spiegelfrau jetzt zu zücken, um dem anderen noch ein gutes Gefühl einzuverleiben und mich dann aus dem Staub zu machen, hole ich meinen „Psycho“ raus.
Und der sagt: „Du bist mir zu schnell gerade.“
Oh Gott, das hört sich dumm an!“ höre ich mich denken.
Ich hab‘ natürlich verstanden, was mein Gesprächspartner sagt und das Tempo ist mir nicht zu schnell, um ihm zu inhaltlich zu folgen.
Es ist mir emotional zu schnell!
Er macht mich kirre!
Und er sagt, was ich in meinen Albträumen erwartet hätte: „ich hab schon mitbekommen dass du nicht mitkommst und mich nicht verstehst!“

…. DASS ICH NICHT MITKOMME?????? 🤬 schreit mein Hirn. LAUT! So viel schlaues Zeug hast du jetzt nicht gesagt, dass ich das nicht verstehen könnte DU WURST!

Sodass ich spätestens jetzt wieder auf Autopiloten schalten will, um zu beweisen, wie gut ich verstehe und wie schnell ich bin.

Was aber folgt ist mein neuer Dreiklang …

  1. Stimmt! Er hat recht
    Mein Trick ist: Dem anderen innerlich erst mal Recht geben, um nicht auf Autopilot zu schalten. Also denke ich: Was wäre, wenn er Recht hätte? Wenn ich tatsächlich nicht verstehe was er sagt, weil ich dazu zu doof bin oder zu langsam?
  2. Scheiß egal!
    Endlich habe ich Zeit zu bemerken, dass das nicht wichtig ist.
    Denn es geht ja nicht ums „besser“, „kontrollieren“ oder „Recht haben“, es geht um … ja um was eigentlich? Was will ich? Was fühle ich- was passiert hier!
  3. Mitteilen was ist
    So kann ich äußern, dass ich gerade am Herd stehe, mein Essen zubereite und mich eigentlich gerade „runtergefahren“ hatte und daher vom Tempo des Redners echt wuselig bin. Ich sage auch, dass ich bemerke, dass ich abschalte und kurz davor bin das Telefonat aus Unlust und Nicht-gehört sein- abzubrechen.

Psycho-Phase 2

Denke ich, denn wer möchte sich bitte sowas mit einem Fremden geben? Es geht um nix und ich mach so nen Wind 🙈

Mimimi – ich fühl mich nicht gehört (wie ich sowas hasse!) Sowas kann man bei Freuden oder beim Partner machen aber hier?

Arena – Zeit Baby!

Wie ich dir ja schon von Brené Browns (daring greatly – Verletzlichkeit macht stark Buch) erzählt hatte: Es geht darum in meiner Arena zu stehen.
Nicht darum, eine gute Show abzuziehen, sondern ehrlich zu „kämpfen„.
meinen Kampf (und ich meine das nicht kämpferisch oder zerstörerisch – ich könnte es auch Spielwiese nennen und darauf die richtigen Blumen pflücken, aber das Leben ist eben dreckiger als Blümchen)

Es geht darum, sich die Mitkämpfer zu suchen die passen und das Arena Dasein lebenswert machen. Nicht (nur) die „leichten“ Gegner die leicht zu knacken sind oder Fans – die alles gut finden. Es geht darum Herausforderungen anzunehmen an denen ich wachsen kann – über mich hinaus – dank eines anderen.
Daher ist es egal ob jemand denkt ich bin Psycho.

Ich kämpfe mit mir

nicht mit meinem Gegenüber und ich kann auch nur mit, für und gegen mich gewinnen und dazu muss ich jemandem aber die Chance geben, mich bei meinem Kampf zu unterstützen – nur so kann ein andere auch feststellen, ob sich die Begegnung für ihn lohnt, für seine Arena.

Der Durchbruch war in der Arena zu stehen, mit einem Fremden und das Visier zu öffnen, wie normal nur mit Freunden, die ich sanft und über die Zeit an meinen inneren Psycho gewöhnt habe. (Mittlerweile habe ich das Bild eines Inneren Ninja im Kopf – dazu der passende Soundtrack hier :))

Jetzt probiere ich mal wie er sich im Gegensatz zu Spiegel-Woman in der Arena schlägt. Im Idealfall habe ich dann schon ein solides Kriegerteam zum Welt-Erleben.

Ich erwarte dich in der Welterleber-Arena!

Welchen Schatten schickst du ins Rennen? Erzähl mir davon 🙂

Bis bald. Deine Katha

PS: Um es mit Brené zu sagen:

I want to be in the arena. I want to be brave with my life. And when we make the choice to dare greatly, we sign up to get our asses kicked. […] If you aren’t in the arena also getting your ass kicked, I am not interested in your feedback.

Brené Brown – Daring Greatly

Frei übersetzt: Ich möchte in der Arena sein. Ich möchte mutig sein mit/in meinem Leben. Und wenn wir die Entscheidung treffen, uns zu trauen/ uns zuzuMUTen, dann schreiben wir uns dafür ein, in den Arsch getreten zu bekommen. Wenn du nicht in der Arena bist und dir ebenfalls in den Arsch treten lässt, bin ich an deinem Feedback nicht interessiert.

 

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Katharina

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