Hirntraining – Wie du das Maximum aus deinem Hirn holst…

Eines vorweg: Ich bin kein Fan der Über-Maximierung und -Optimierung, ich glaube nicht daran, dass es gut ist immer auf das Beste, Tollste und Schnellste hin zu arbeiten, weil ich glaube, dass wir uns dabei vieler schöner Dinge und Momente berauben. Ich finde es also durchaus okay und gut, mal nicht produktiv zu sein, seine Gedanken schweifen zu lassen und auch mal „blödes“ Zeug zu denken – schließlich leben wir ja auch noch und sind keine Optimal-Arbeits- und Funktionsmaschinen … zumindest hoffe ich das.

Trotz allem habe ich heute einen Artikel gelesen, den ich interessant fand und der den „Optimierer“ in mir angesprochen hat. (Surprisingly Simple Ways You Can Trick Your Brain Into Focusing …. Orginaltext hier)

Hier meine kurze Zusammenfassung, meine Interpretation und Übersetzung, falls du es dir einfach machen willst:

Eine gute Nachricht vorab, es konnte wohl nachgewiesen werden, dass man auch noch im Alter von über 50 neue Hirnverbindungen herstellen kann, sprich: Neues erlernen kann! (mehr rund um die Studie und ein Hirn-Lern-Programm hier – weitere Informationen rund um das Programm lasse ich hier jetzt mal außen vor, die kannst du dann selbst nachlesen, falls du das möchtest)

Also keine Ausreden mehr – für kein Alter! 

Mitgeben möchte ich hier vor allem die Tipps, die hier genannt werden, die wir im Alltag selbst umsetzen können um unser Hirn besser zu behandeln, zu nutzen und zu trainieren. Offenbar tun wir nämlich im Alltag einiges, was unserem Hirn eher schadet und es „falsch“ trainiert (Keine Angst, ich glaube das kann unser Hirn ab, aber wenn’s anders besser geht, warum nicht?)

5 Alltags-Hirntraining-Tipps:

Aus der Studie ergaben sich folgende Tipps, die wir locker täglich umsetzen können um unser Hirn zu unterstützen und um es zu trainieren (und besser auszunutzen!)

  1. Kein Multitasking
  2. Filter und fasse zusammen
  3. Nimm unterschiedliche Perspektiven ein und übe Dich darin andere Sichtweisen zu verstehen
  4. Mache Hirn-Pausen
  5. Lies weniger und tiefer

Klingt logisch?!

Ich finde das klingt vernünftig und lohnt den Versuch!

Punkt eins, kein Multitasking macht Sinn – auch wenn das heute wohl ein Trend zu sein scheint und oft als Stärke herausgestellt wird, empfinde ich Multitasking als Modewort für „Nix-Halbes-und-Nix-Ganzes“ … da Musik, da Tippen, gleichzeitig telefonieren und lesen … da würde ich als Hirn auch auf Autopilot schalten und mir denken „Na, da scheint ja nichts so wirklich wichtig zu sein, wenn es sich nicht mal lohnt sich darauf zu konzentrieren“. Also, Info ans Hirn: „Schau her ich mache nur das es ist also wichtig und MERKENSWERT!“

Bei Punkt zwei ist mir mein geliebter Deutschlehrer eingefallen, der uns darauf getrimmt hat jede Stunde Protokolle zu verfassen und die wichtigste Botschaft der Stunde auf den Punkt zu bringen. Wer versteht um was es geht, der kann dem Stoff besser folgen und weiß, welche Information wichtig ist und was nur schmückendes Beiwerk ist. Versuche also möglichst schnell den Kern der Sache, das Überthema oder Ziel zu erfassen dann weiß das Hirn auch, was wichtig und was unwichtig ist und muss sich nicht mit „erstmal alles merken“ überfordern (nur um dann doch vielleicht die Hälfte zu vergessen, die wichtig war!)

Punkt drei trainiert in Flexibilität … nicht nur das Hirn sondern auch das eigene Gefühlsleben (oder gehört das zusammen?!)

Hirnpausen aus Punkt vier kennst du sicher auch schon. Du warst gerade im Meeting und irgendwie dreht man sich schon ewig um ein Problem als jemand eine kurze Toilettenpause vorschläge (Oder Tee-, oder Kaffee- oder Zigarettenpause) das Hirn bekommt etwas „Abstand“ und erhält Raum für Lösungen (mal grob zusammengefasst) Der Tipp ist also nicht auf eine Pause zu warten, sondern eine Vorzuschlagen, der „Der Kopf raucht“ oder eine Vorzuschlagen, wenn eine Idee ins Stocken gerät. Um den Block gehen, Frische Luft oder auf’s Klo gehen und schwupps gibt’s Neue Impulse …. ich persönlich kenne das aus der Dusche. Weil ich an meine Dusch-Zeit überhaupt keine Ansprüche stelle dabei produktiv zu sein ist das tatsächlich die Zeit in der ich die Besten Einfälle und Lösungen habe. Um mir das dann zu merken ohne den „Flow“ zu stören, besitze ich sogar einen Stift, der unter Wasser schreibt

Tipp Nummer fünf hat mich entspannt … auch wenn es mir weiter schwer fällt. Ich lese glaube ich immer noch zu viel um mir alles merken zu können, weil mich das Gefühl entspannt es gelesen zu haben und mir dann einzureden „bei Gelegenheit wird mein Hirn das dann schon abrufen und gebrauchen können“ … dennoch drucke ich jetzt Emails aus und lege sie auf einen Lese-Stapel oder lese sie gleich, alle andere lösche ich. Artikel speichere ich auch nicht mehr ab, sondern lese gleich oder lass‘ es eben.

Vielleicht helfen die Tipps ja ein wenig um entspannter zu lernen, Informationen zu verarbeiten und die Welt wieder ein bisschen mehr zu erleben 🙂

Hab Spaß, die Welt liebt dich.

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