10 Ideen, wie du für immer im Urlaub bleibst

Vielleicht bist du ja gerade im Urlaub – dann genieße es 🙂 – diese Zeit endet für die meisten von uns leider immer viel zu schnell. Falls das bei dir auch oft so ist, dann kommt dieser Blogbeitrag wie gerufen, denn ich verlängere deinen Urlaub ab heute für immer.

Wie du vielleicht weißt, war ich gerade in Israel. Ich habe mich letztes Jahr in das Land, die Leute und vor allem in Tel Aviv verliebt und war seither häufiger dort. Jedes Mal ist es ein Erlebnis, mein Hirn geht auf, die Leute inspirieren mich und ich komme erfüllt, mit 1000 Ideen und leider auch einem “Verlustgefühl” zurück nach Hause.

Heimkehr nach dem Urlaub

Wenn ich nach Hause fahre, fühlt es sich an, als hätte ich eine bessere Version meiner Selbst im Urlaub gelassen. Aber wieso eigentlich? Wo ist diese Person dann abgeblieben? Wohin verbanne ich sie, wenn ich mich auf den Heimweg begebe?

Genau diese Frage habe ich mir gestellt und mir überlegt, wie ich diese Person auch zu Hause sein kann.  

Heimweh, Fernweh,Sehnsucht?! Oder was ist eigentlich Urlaub?

Vermutlich kennst du das auch: Du fährst in den „Urlaub“ und irgendwie fühlt sich das Leben rundum gut an.
Die Vögel zwitschern fröhlicher, das Wetter ist besser (auch wenn es regnet), man schläft erholsamer … also alles, was man so “Urlaub” nennt.

Das Leben scheint einfach zu fließen, wie es sollte.  So ging es mir (und geht es mir immer) in Tel Aviv. Vielleicht liegt das am Meer, vielleicht an der Sonne, vielleicht am Essen … vermutlich aus der Mischung aus allem.
So fühlt sich für mich „Urlaub“ an. Es ist nicht unbedingt die Abwesenheit von Anstrengung und Arbeit, denn ich habe in Tel Aviv gar nicht aufgehört zu arbeiten. Das kann es also nicht gewesen sein. Urlaub ist für mich ein Gefühl. Ein Gefühl von Freiheit und Sorglosigkeit.

Urlaub kommt ursprünglich von erlauben / Erlaubnis. Das trifft es doch gut, oder? Doch wer gibt uns die? Du ahnst es sicher schon!

Ich bin ich – egal wo ich bin? Eben nicht!

Nach einiger Zeit sitzt man wieder in der Heimat und sehnt sich nach: 

  • … nach dieser “besseren” Welt.
  • … nach mehr Gelassenheit, nach Ruhe, Schlaf, Ideen, Inspiration, Sorglosigkeit …. Freiheit!
  • … nach diesem Menschen, dieser besseren Version seiner selbst, die man kennengelernt oder wiederentdeckt hat.

Ich mag mich im Urlaub. Das bedeutet nicht, dass ich mich zu Hause nicht leiden kann haha, das bedeutet einfach nur dass ich diese Ferien-Version von mir spannend, aufregend, inspirierend und wunderbar finde. Ich bin mutiger, offener, probiere mehr Neues, bin abenteuerlustig und erlebe einfach soooooooo viel mehr.  

Ich mag es, mich so zu fühlen, aber sind wir mal ehrlich das „macht“ ja nicht Tel Aviv oder Köln oder Castrop Rauxel, New York …. oder irgendein Ort. Das mache ich – In meinem Kopf –  und den habe ich ja glücklicher Weise immer dabei.

Was tue ich denn an einem Fernen Ort, was es so speziell, schön und „urlaubsmäßig“ für mich macht?

Schon in Tel Aviv beschloss ich, dass ich mich zu Hause auch häufiger so fühlen möchte. Vielleicht gar nicht immer denn das kann ganz schön anstrengend sein und ein bisschen Routine schadet meinem System sich auch nicht hier und da. Doch Meine Ferien-Persona gewollt des Öfteren auszupacken ist sicherlich etwas, das nützlich sein kann, also brauchte ich ein Rezept, das ich nachkochen kann.

Ich habe mir daher einige Gedanken gemacht, was ich in Tel Aviv anders mache, also zu Hause und was ich sicherlich auch häufiger in bekannten Gewässern versuchen kann um das Urlaubsgefühl aufkommen zu lassen.

Hier einige Dinge die dich zum Dauerurlauber machen können:

Zu Hause läuft ein großere „Mindfuck“ im Hirn ab. Wir machen uns mehr Gedanken über die Konsequenzen. Zum Beispiel schon in der Interaktion mit anderen. Wenn ich jetzt mitgehe oder eine Einladung annehme, dann muss ich diese Person vielleicht die nächsten Monate irgendwie in mein Leben integrieren, ob ich will oder nicht. Im Urlaub weiß man, dass ist auf einige Wochen beschränkt und dann ist man „raus aus der Nummer“. Man kann sich und etwas leichter ausprobieren ohne Konsequenzen zu fürchten. Doch das alles geht auch zu Hause, wenn man diese „so macht man das“-Gedanken abstellt und sich ERLAUBNIS gibt.

Diese „Regeln“ sind also nun meine, für den Urlaub zu Hause oder den Urlaub im Kopf: 

  1. Gib dir mehr Erlaubnis – denke einen Schritt nach dem anderen und blockiere nicht schon etwas, das sich gut anfühlt weil es vielleicht am Ende komisch werden könnte – es könnte auch gut werden!
  2. Sage „Ja“ zu Abenteuern im Alltag und etwas mehr Verrücktheit
  3. Sprich mit Fremden und lass dich von ihnen lenken und mitziehen
    Wie oft habe ich in einem fremden Land jemanden im Supermarkt oder auf der Straße getroffen der dann sagte: Kommt doch mit zu xy oder komm vorbei oder etwas in der Art. Zu Hause ist mir das nur im Studium passiert. Wieso eigentlich?
  4. Mache Dinge JETZT und nicht später.
    Ich treffe jemanden auf der Straße, den ich lange nicht gesehen habe. „Wir sollten uns mal wieder treffen“ äääähm das ist GERADE passiert. Also entweder ich habe Lust und dann mach ich es oder ich bin ehrlich mit mir uns lasse diese Floskel.
  5. Ein bisschen unvernünftiger geht auch!Kümmere dich nicht darum, ob du am nächsten Morgen ausgeschlafen zur Arbeit kommst. Einige Feste feiert man weil sie einem zeitlich in den Kram passen, es ist Wochenende, der Termine war lange vereinbart usw. nicht immer ist das aber die richtig investierte Zeit. Manchmal fallen Feste einfach konträr zur Planung und Vernunft. So ist das Leben eben.
  6. Wirf dich immer in Schale. Ziehe deine liebsten Sachen/Schuhe an und benutze dein Lieblingsduft/-duschgel /-creme usw.
    Ich ertappe mich oft dabei dass ich meine Lieblingsklamotten für eine spezielle Gelegenheit im Schrank lasse, ein Kleid nicht trage, meine Haare nicht mache oder mein Parfum nicht auflege
  7. Öfter nett Essen, an Orten mit Aussicht. Essen ist ein essentieller Wohlfühlfaktor für die meisten von uns. Wir regulieren und erleben viel rund um „Essen“. Das richtige Setting dazu gönnen wir uns aber viel zu selten. Das muss nicht teuer sein, das kann auch ein Picknick im Park sein.
  8. Tue was dich nährt. Lies mehr, gehe ins Theater oder in eine Kunstausstellung. Tue „Sinnbefreites“ ohne direktes Ziel – sorge einfach für „Seelen-Futter“.
  9. Trage weniger Kleidung. Ich trage im Urlaub weniger Kleidung habe ich festgestellt. Das mag daran liegen dass es häufig viel wärmer ist, an den Orten an denen ich Urlaub mache – aber das weniger Kleidung tragen verbindet mich auch wieder mehr mit meiner physischen Hülle. Also zu einem großen Teil von mir. Nackt mit mir ist „ehrlicher“, „offener“, „berührbarer“, „spürbarer“. …
  10. Mehr spazieren gehen. Das ist etwas, was ich schon lange tue – immer wenn ich gestresst bin oder den Kopf frei bekommen muss gehe ich spazieren. Dabei nicht alleine im Wald mit wenigen Menschen sondern in der Stadt. Leute anschauen, Inspiration erhalten, eintauchen ins Getümmel, Gerüche sammeln auf dem Markt, die in Kirche spazieren und schauen … so Touri-mäßig eben. Um das Leben mit anderen, frischen Augen zu sehen.

Mache Urlaub so oft du willst. Immer im Urlaub ist vielleicht auch gar nicht erstrebenswert 😉 Wir brauchen die Abwechslung, die Unterschiede und die Gegenpole, aber vielleicht brauchen wir häufiger Urlaub als wir uns diese erlauben und das sollte es nun wirklich nicht sein denn dann fehlt die nötige Balance im Leben.

Erlebe dich – Erlebe dir die Welt.

Welche Urlaubstipps für zu Hause hast du?  Schreibe, kommentiere … ich freue mich über neue Ideen, die ich ausprobieren kann 🙂 

Deine Katha

PS: Mehr Ideen, vielleicht auch etwas konkreter habe ich schon einmal beschrieben, lies dazu auch: Zu Hause im Urlaub.
Einen ähnlichen Beitrag gibt’s auch zum Thema: Faulheit und „gelassen Faul sein“