Manchmal braucht die Seele Urlaub

Wir wollen Urlaub und wir brauchen ihn auch. Nicht ohne Grund ist das Arbeitsrechtlich so geregelt. Auch in der Schule gibt es Ferien. Nicht wegen der Lehrer, oder um Eltern zu ärgern, sondern weil das für die Entwicklung eines Kindes einfach Sinn macht. Hört das mit dem Ende der Schulzeit auf?
Naja, die Entwicklung nicht, auch wenn sie langsamer und weniger wird, aber das mit dem Urlaub in der Art eines Schülers sicher. Schade eigentlich!

Wann hast du das letzte Mal wirklich Urlaub gemacht?

Wenn wir älter werden, verlernen wir diesen Urlaub für uns zu nehmen. Damit meine ich nicht die Reise ins Ausland oder das Nicht-Arbeiten, sondern wirklich “Urlaub für die Seele”. (Bitte pumpt eure Kinder nicht mit Kram voll in den Ferien!)

Nichts tun und damit vollkommen okay zu sein. Abzugammeln. Rumzulungern. Ich habe das tatsächlich seit der Schulzeit nie wieder so bewusst gemacht und dann noch ohne schlechtes Gewissen!

Bis zu diesem Jahr!Letztes Jahr war ich kurz davor, hab es dann aber geschafft, mir mit Krankwerden eine bessere Erlaubnis zu geben, als mir einfach zuzugestehen dass es Zeit für’s Nicht-Tun ist.

Faulsein ist scheiße

Ja, finde ich auch. Generell und überhaupt immer nur faul zu sein und sich dann im besten Fall noch zu beschweren und sich zu wundern, warum das Leben an einem vorbeizieht finde ich mega ätzend. Das kommende soll also absolut nicht als Aufruf für Faulheit verstanden werden.
Aber das meine ich gar nicht!
Faul, ist etwas, das ich mir super schnell zuschreibe. Schon nach einem etwas entschleunigten Tag denke ich, ich müsste am nächsten Tag wieder Gas geben. Diese Metapher des Gasgebens höre ich auch soooo oft dass sie mir fast zu den Ohren quillt!

Wohin gasen wir denn eigentlich so sehr?

Man hat nicht immer einen Plan und Umstände ändern sich. Das Leben ändert sich. Wer immer nur Gas gibt hat irgendwie auch was verpasst. Wir sind nun mal Wesen die Polarität brauchen. Schnell und Langsam. Faul und Geschäftig, doch irgendwie ist faul so aus der Mode gekommen nach und nach dass wir dem gar nichts Gutes mehr abgewinnen und ich für meinen Teil bemerke wie angestrengt ich dadurch bin, vor mir und anderen mein TUN-Modus aufrecht zu erhalten, dabei bin ich gerne aktiv. Manchmal braucht es aber eben ein paar Wochen Ruhe und ich bin froh, dass mein Köper mir dieses Jahr, ganz ohne Krank zu werden, dabei geholten hat zu erkennen wann es Zeit ist für Urlaub. Dass ich dazu nicht wegfahren muss und dass es eben genau darum geht nicht an einen beeindruckenden Ort zu fahren und mein beeindruckendes Arbeitsleben mit beeindruckendem Privatleben (am besten noch schön bebildert) immer und immer fortzuführen.

Die Welt erleben heißt nämlich manchmal auch einfach dumm rumhocken! 🙂

Hier mein kleiner Einblick in meine letzten 4 Wochen. Viel Spaß dabei.

Fazit: Gönne dir inneren Urlaub, du bist damit sicherlich nicht alleine und du brauchst das um zu wachsen! 🙂

PS: Um das noch klar zu stellen: Tatsächlich NICHTS getan außer Schlafen, Essen und etwas Bewegung, habe ich nur 4 Tage! Ein ganzes Wochenende und 2 Wochentage, dann hatte ich auch echt genug 🙂
Es geht schneller als man denkt, wenn man sich das erlaubt. 😉 Vorher habe ich noch immer hier und da die Aufgaben erledigt die einflatterten. Also keine Bange, sowas dauert viel länger wenn man sich wehrt 🙂

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