Warum wir uns vergleichen und warum das gut ist!

Zu reich, zu arm, zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, zu laut, zu leise, zu viel, zu wenig …. unsere Leben sind voll von solchen Aussagen, die nur dann getroffen werden können, wenn wir vergleichen.
Es gäbe kein “zu …..”, wenn wir es nicht abgleichen würden mit etwas, das wir innerlich als “Norm” oder “genau richtig” bezeichnen.

Schlimm? Nö- gar nicht!

Ich höre oft, dass wir uns nicht vergleichen sollen und ich verstehe den Gedanken dahinter, aber die Realität sieht nun mal anders aus.
Hell gibt es nicht ohne dunkel, warm nicht ohne kalt usw. Alles ist ein Vergleich, die BEURTEILUNG dessen, was im Gegensatz oder im Miteinander steht, ist das was uns das Leben schwer macht.
Wir vergleichen uns ständig – und das ist (meist) auch ganz gut so! Denn nur so funktioniert Gesellschaft und unser Zusammenleben.
Vergleichen hilft dabei, dass wir uns entwickelt.
Wir erfinden nicht immer das Rad neu, sondern bauen auf dem auf, was schon ist und verbessern es.
Auch im Umgang miteinander gleichen wir durch den VERgleich ab, ob wir uns “normal” (in der NORM) verhalten oder nicht.

Das ist wichtig für unser miteinander!

Natürlich kann man sich dann dafür verfluchen, dass man sich vergleicht, wenn der Vergleich dazu führt, dass man sich schlecht, dick, dumm, nicht-normal etc. fühlt ODER man kann sich einfach die besseren Vergleichsobjekte suchen, die für das eigene Leben und die eigenen Ziele dienlicher sind.

Wähle den bewussten Vergleich

Ich wähle mich bewusster zu vergleichen, wenn ich es dann doch schon tue.
Wenn ich den Vergleich zulasse, erfahre ich viel über mich, so zum Beispiele: 
Was will ich?
Was ist wichtig für mich?
Wohin oder wozu möchte ich gehören? 
Denn wir vergleichen uns mit Dingen/Menschen, die wir wollen oder ausschließen – wir ordnen uns also selbst in dieser Welt ein und zu.

Alles hat einen Preis und jeder muss diesen zahlen.

Wenn ich den Vergleich bewusst wähle, dann kann ich auch den Preis deutlicher sehen, den ich zahlen müsste und dann kann ich wählen.
Zum Beispiel, weiß ich durchaus, wie ich 2 kg schlanker werden könnte, diesen Preis möchte ich aber oft nicht zahlen. Ich möchte einfach nur gerne die zwei Kilo verlieren ohne dabei auf Schokolade zu verzichten oder ohne mehr Sport treiben zu müssen. Tja!
Beim Abnehmen sieht man den Preis oft sehr deutlich, aber das gleiche gilt für den Erfolg bei der Arbeit und alle anderen Lebensbereiche auch.
Manchmal muss man einfach sagen: Hätte ich gern, wäre ich gern, aber nicht für diesen Preis.
Und dann kann man anderen Dingen nacheifern die einem den Preis, den sie kosten auch wert sind.
Oder man dreht noch eine extra Schleife in der Hoffnung die erste kreative Person zu sein die es anders schafft 😉

Vergleiche aber beurteile dich nicht in gut oder schlecht!

Wie oben schon gesagt, ist nicht der Vergleich das, was uns das Leben erschwert, sondern unser Urteil darüber.
Auch Urteile sind völlig normal und machen unsere Persönlichkeit aus.
Wenn etwas für mich gut oder böse/schlecht ist, dann habe ich ein Wertesystem, nachdem ich mich richte und auch das braucht meine Persönlichkeit, um eine zu sein.
Doch wenn ich diese Beurteilungen gegen mich einsetze und mich damit sabotiere, nieder mache und mir den quatsch selbst glaube, dann wird es kritisch und unnötig!
DAS gilt es zu vermeiden, ansonsten Feuer frei für Vergleiche und Beurteilungen!
Wenn schon, dann mach es mit Genuss und nicht halbherzig 😉

Warum teile ich das heute mit dir?

Weil ich viel zu häufig feststelle, dass eine positive Welthaltung meiner Meinung nach verwechselt wird mit dem Versuch nur noch GUT und RICHTIG zu sein!!! Erleuchtet und weise und all die positiven Eigenschaften, die uns offenbar zu tollen Menschen machen und dann sind wir böse mit unseren Gefühlen und allen die diese Erleuchtung stören, statt einfach zu sagen: Ok, bemerkt, durchlaufen lassen, abhaken und weiter machen.
Die Welt liebt dich – erlebe sie so wie du willst.

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